lean management

Lean Management Definition, Methoden, Prinzipien, Tipps und Tools

Lean Management ist ein effektiver und effizienter Weg, um Ihre Ziele zu erreichen, Projekte schneller zu realisieren und weniger Ressourcen zu verschwenden. In diesem Beitrag erfahren Sie Lean Management Methoden, Prinzipien, Tipps, Tools und die Definition.

Lean Management ist neben klassischem Projektmanagement, agilem Projektmanagement und hybriden Projektmanagement eine Projektmanagement-Methode. Sie wurde vor allem durch den Automobilhersteller Toyota bekannt. In der Startup-Szene und der Unternehmer-Szene machte der IT-Unternehmer Eric Ries das Wort mit seinem Buch „The Lean Startup“ bekannt. Alternative Begriffe für das Lean Management sind auch manchmal „Agiles Management“ oder „Customer Development“.

Was heißt Lean Management auf Deutsch?

Lean Management heißt auf Deutsch „Schlankes Management“. Damit ist gemeint, dass bei der Durchführung von Projekten, der Projektplanung und den Projektphasen genau darauf geachtet wird, dass man möglich wenig Zeit und andere Ressourcen verschwendet.

Stattdessen wird in kleinen Schritten geplant und immer wieder Feedback vom Kunden eingeholt (daher auch der alternative Begriff „Customer Development“). Was macht man im Lean Management?

Welche Prinzipien gehören zum Lean Management?

Das Grundprinzip lautet: Verschwendung minimieren.

1. Prinzip: Definieren Sie, was „Mehrwert“ im Auge des Kunden bedeutet.

Dieses Grundprinzip ist wichtig, um überflüssige Arbeit und Ressourcenverschwendung zu vermeiden.

Unternehmen starten immer mit einer so genannten Value-Hypothese. Diese These beschreibt, was der Kunde „wahrscheinlich“ benötigt und was für den Kunden wahrscheinlich wertvoll ist. Im Lean Management werden jedoch alle Value-Hypothesen getestet und belegt, bevor man mit der Umsetzung des Projekts startet.

Im Softwarebereich könnte das so aussehen: Der Produktmanager möchte gerne ein Suchfunktion in seiner App ergänzen. Er glaubt, dass die Kunden dies benötigen, doch er ist nicht sicher.

Nach dem Lean Management Prinzip sollte der Produktmanager zuerst seine Kunden fragen oder das Nutzerverhalten beobachten. Erst wenn er genau weiß, dass Kunden diese Suchfunktion dringend benötigen, sollte er einen Projektplan erstellen, um diese Funktion zu realisieren.

Warum? Was nützt es dem Softwareunternehmen eine Suchfunktion für viel Geld zu entwickeln, nach der bisher kein Kunde gefragt hat und die kein Kunde benötigt?

Auch die Komplexität der Suchfunktion muss nah am Kunden entwickelt werden. Welche Art von Suchfunktion benötigt der Kunde überhaupt? Braucht er wirklich eine komplexe Lösung oder reicht eine einfache Suche aus?

Wenn Sie die Komplexität reduzieren können Sie auch hier viel Geld, Zeit und andere Ressourcen sparen. Nachdem Sie genau definiert haben, was MEHRWERT im Auge des Kunden bedeutet, sollten Sie mit der Planung ihres Ziels beginnen.

2. Prinzip: Definieren Sie die exakten Schritte, um diesen Mehrwert zu produzieren. Entfernen Sie alle Schritte, die keinen Mehrwert produzieren.

Sobald Sie genau wissen, was für den Kunden wertvoll und wichtig ist, können Sie einen Plan für die Realisation erstellen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie Ihren Plan möglichst effizient erreichen und auf dem Weg zum Ziel keine Umwege machen.

Gerade intelligente Menschen mit vielen Talenten, Wissenschaftler und Softwareentwickler neigen gerne dazu, Dinge komplexer zu machen als sie vom Kunden gewünscht sind. Aus einer einfachen Suchfunktion wie im ersten Schritt beschrieben, wird plötzlich eine revolutionärer Suchalgorithmus mit einer aufwändigen Benutzeroberfläche. Aus einem Aufwand von einem Tag wird so ein Aufwand von 14 Tagen, obwohl der Kunde überhaupt nicht danach gefragt hat.

Im Lean Management wird akribisch darauf geachtet, dass Sie wirklich nur das tun, wofür der Kunde bezahlen will, was er wirklich benötigt und was als wertvoll erachtet wird. Alles andere ist Ressourcenverschwendung.

Planen Sie also die Erreichung Ihres Ziels genau und entfernen Sie alle Schritte, die ein Umweg sind.

3. Prinzip: Stellen Sie sicher, dass diese Schritte effizient durchgeführt werden.

Nachdem Sie genau definiert haben, was Sie erreichen wollen, geht es an die Steuerung und das Controlling Ihres neuen Projekts. Sie benötigen einen Projektmanager, der das Projekt effizient führt und im Idealfall eine Projektmanagement-Tool, mit dem Sie Ihr Projekt effizient umsetzen können.

4. Prinzip: Geben Sie dem Kunden schnellstmöglich die Möglichkeit, den Mehrwert zu erleben.

Ein großes Problem von Unternehmen sind halbfertige Produkte, die in der Schwebe hängen. Dies können im Softwarebereich diverse Funktionen oder Features sein. Bei produzierenden Unternehmen ist es Ware, die im Lager liegt.

Im Lean Management geht es jedoch darum, alle geplanten Projekte schnellstmöglich zu realisieren und zu „shippen“, also mit der Öffentlichkeit zu teilen. Denn nur wenn das Produkt für Ihre Kunden verfügbar und erlebbar ist, können Sie damit Geld verdienen und Feedback sammeln, um den nächsten Schritt im Lean Management zu machen.

5. Prinzip: Perfektionieren Sie das Ergebnis und den Prozess für maximalen Mehrwert.

Im letzten Schritt des Lean Managements geht es darum, Kundenfeedback zu sammeln.

  • Haben Sie mit Ihrem Projekt die Bedürfnisse des Kunden erfüllt?
  • Ist Ihre Lösung optimal?
  • War Ihr Produktionsprozess optimal?

Im Lean Management sammeln Sie Feedback von Kunden, um Ihr Produkt zu verbessern und wieder bei Schritt eins zu beginnen, den Prozess für das nächste Projekt zu verbessern oder einfach ein neues Projekt zu starten, falls ihre Lösung beim ersten Mal schon perfekt war.

Dies sind die 5 Prinzipien im Lean Management.

Ist Lean Management noch aktuell?

Viele fragen sich, ob Lean Management noch aktuell ist. Aus meiner Sicht ist es gerade in der heutigen Zeit aktueller als je zuvor und ein mächtiger Weg, um schnell Fortschritte mit seinem Unternehmen oder einem Produkt zu machen.

Das Gegenteil von Lean Management sind klassische Projekte nach dem Wasserfall-Modell. Hier werden Produkte Monate oder sogar Jahre im Voraus geplant, realisiert und dann irgendwann erst mit den Kunden geteilt. Erst nach Monaten oder Jahren Entwicklungszeit wissen Sie als Leiter des Projekts dann, ob der Kunde mit Ihrem Ergebnis zufrieden ist. Sie haben viel Zeit und Ressourcen investiert, um ein Ergebnis zu produzieren, von dem Sie nicht wissen, ob es überhaupt für den Kunden relevant ist.

Damit vergeuden Sie viel Zeit und Geld. Lean Management hilft Ihnen, schnell ein sogenanntes Minimum Viable Product (MVP) zu erstellen. Dieses MVP ist eine Basisversion Ihres Produkts, das Sie schnell realisieren und mit Kunden teilen können. Nachdem Sie Feedback zu Ihrem MVP erhalten haben, entwickeln Sie auf Basis dieses Feedbacks weitere Funktionen bzw. verbessern Ihr Produkt. So vermeiden Sie die Entwicklung eines Produkts, das kein Kunde braucht oder haben will.

Wo wird Lean Management verwendet?

Lean Management wird in etlichen Branchen verwendet und jeder kann die Prinzipien erfolgreich für sich nutzen. Die Einstellung, möglichst nah am Kunden zu arbeiten und Kundenfeedback einzuholen, ist für jede Branche wichtig. Denn egal ob Sie Unternehmer oder Projektleiter sind: Lean Management hilft Ihnen dabei, weniger Zeit, Geld und Ressourcen zu verschwenden.

Was sind Lean Management Tools und welche gibt es?

Auch wir verfolgen mit unserem Unternehmen den Lean Management Ansatz. Deshalb haben wir mit DASHDOJO ein schlankes Projektmanagement-Tool entwickelt, das Unternehmen und Teams die effiziente Umsetzung von Projekten und die effiziente Zusammenarbeit in Teams ermöglicht.

Wenn Sie Ihr Tagesgeschäft noch effizienter führen und Ihre Projekte noch profitabler realisieren wollen, können Sie DASHDOJO hier kostenfrei ausprobieren.

Blogartikel von

ARTUR NEUMANN

Artur Neumann ist Gründer von DASHDOJO und teilt hier Tipps in den Bereichen Projektmanagement, Vertrieb und Unternehmensführung.

Neue Blogbeiträge gratis per E-Mail erhalten!

Wir informieren Sie kostenlos per E-Mail, sobald ein neuer Blogbeitrag erscheint.